Schweizer Forscher arbeiten an einem winzigen Labor, dass die Blutwerte überwacht

Chemopatienten könnten schon bald besser betreut werden

Schweizer Forscher stellten auf der Konferenz DATE 2013 (Design, Automation & Test in Europe) einen Prototypen vor, der eventuell bereits in vier Jahren die Blutwerte von Patienten an den behandelnden Arzt überliefert. Das kleine, wenige Millimeter große Gerät könnte schon bald bei Chemopatienten oder chronisch erkrankten Personen unter der Haut eingepflanzt werden und durch die kontinuierliche und direkte Kontrolle eine bessere Betreuung und Versorgung ermöglichen, indem die Daten über ein Batteriepflaster aufgenommen und von dort via Bluetooth an ein zentrales System und anschließend an den Arzt weitergeleitet werden.

Das winzige Labor ist derzeit in der Lage, auf bis zu fünf Schlüsselsubstanzen zu reagieren. Da die Lebensdauer von Enzymen jedoch nicht unbegrenzt ist, müsste das Implantat nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden. Wie oft dies pro Jahr geschehen muss, bleibt bis zur Marktreife noch abzuwarten, derzeit halten sie etwa für 90Tage. Das Austauschen des Implantats sollte aufgrund seiner Größe jedoch kein Problem darstellen. Das kleine Gerät ist auch insofern nützlich, dass es Symptome bereits wahrnimmt, bevor die Patienten überhaupt etwas verspürt, womit wiederum bei kritischen und akuten Entwicklungen schneller eingegriffen werden kann. Außerdem kann das Implantat bei Krebspatienten die Behandlung überwachen und liefert wichtige Hinweise in Bezug auf die Wirkung von Medikamenten und deren Dosierung.

 

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